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Wärmedämmung    
  
Wer in einen schon etwas älterem Haus wohnt weiß wie viel Heizenergie
man hier aufwenden muß um es im Winter halbwegs gemütlich warm zu
haben. Meist sind es dicke alte Steinmauern die, wenn sie einmal ausgekühlt
sind, bis in den Frühling hinaus Kälte abstrahlen.
Die Wärmedämmung einer 50 cm dicken Steinmauer ist etwa gleichzusetzen
mit 1 cm dickem Styropor nur daß eine Steinmauer durch seine Masse die
Wärmeleitung verzögert.
Man sieht hier gleich, wenn man außen am Haus nur 5 cm Styropor anbringt
hätte man theoretisch schon 3 m dicke Mauern.
Bei modernen Häusern beträgt die Dämmung oft 40 cm und mehr aber davon sollte
man sich nicht abschrecken lassen denn am wichtigsten sind die ersten paar Zentimeter
denn die bringen die meiste Wirkung.

So, wo beginnen wir nun mit der Dämmung. Da Wärme immer nach oben steigt haben
wir natürlich an einer ungedämmten Decke die meisten Wärmeverluste.
Man sieht es oft im Winter recht gut wenn die Dächer mit Schnee angezuckert sind
und an manchen Dächern gleich wieder abtaut obwohl es eigentlich Minusgrade hat.
Das sind auch die Häuser wo es im Herbst als erster aus dem Schonstein raucht.

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten und auch Materialien um das Haus nach oben hin zu
isolieren.
Wer den Dachboden als Wohnraum nutzen möchte der muß den Dachstuhl recht aufwendig
mit Dämmwolle oder geflocktem Material dämmen und Dampfsperren abringen.

Wer so wie ich aber den Dachboden nicht nutzen möchte der kann hier einfach Styroporplatten
auflegen und danach mit trittfesten Platten abdecken.

Wichtig beim verlegen der Platten ist, daß man zwei oder mehrere Schichten macht und sie
versetzt übereinander legt und ganz wichtig ist es am Rand mit einem Streifen Steinwolle
dicht zu verlegen da gerade am Rand unten von den Mauern die meiste Wärme aufsteigt.

styropor styro1

Da ich meine Dachbodenisolation schon vor ein paar Jahren gemacht habe, wo das Styropor
noch billiger war, konnte ich meine 100 m² mit ca. 550.- EUR 10 cm stark dämmen und das
hab ich bis jetzt schon mehrfach bei den Heizkosten eingespart.

Der darauf folgende Winter war extrem streng und trotzdem brauchte ich sogar weniger
Heizmaterial und in der Nacht kühlte das Haus weit weniger aus.


Die nächste große Fläche an einem Haus sind die Außenmauern die natürlich auch sehr
wie Wärmeverluste verursachen. Bei mir sind das auch ca. 100m² ohne Fenster.

Hier sei gleich erwähnt, daß Isolierungen immer außen am Haus angebracht werden
sollen und nicht innen, obwohl es hier oft einfacher erscheint aber man verschiebt sich den
Taupunkt durch eine Innendämmung in die Mauer bis unter den Putz und dort beginnt dann
eine gefährliche Schimmelbildung. Weiters verliert man die Mauer als guter Wärme- und
Luftfeuchtigkeits-Speicher.

Bei einem alten Haus muß man darauf achten daß die Mauern durch aufsteigende Nässe
atmungsaktiv bleiben und dafür gibt es ein gelochtes Styropor.

styro2
Mein Haus hat eine Eternitfassade wie sie früher gerne gemacht wurde und hier war die Überlegung
ob man das Eternit abtragen und eine Styropordämmung machen sollte oder ob es da nicht etwas
günstigeres gibt.
Da die Eternitplatten auf einer doppelten Lattung montiert sind und dadurch ein Hohlraum von 5cm
haben, hab ich mir überlegt diesen Holraum mit einem guten Dämmaterial zu füllen das atmungsaktiv,
wasserabweisend und einen guten Dämmwert hat. Die Lösung heißt Blähperlit.

blaehperlit

Blähperlit ist ein Dämmstoff aus organischem Perlit-Gestein das bei 1000 Grad und hohem Druck auf
das 20-fache seines Volumens aufgebläht wird und es ist vulkanischen Ursprungs.
Der Dämmwert ist fast so gut wie von Styropor.
Dieser Dämmstoff hat auch noch die Eigenschaft nicht zu klumpen und es verteilt sich ganz von selbst
hinter dem Eternit. Man muß die Eternitwand nur vorher unten mit PU-Schaum gut abdichten und oben
die erste Reihe der Platten öffnen zum Einfüllen. Da man die oberste Reihe dann nicht mehr füllen kann
stopft man diese dort mit Steinwolle aus. Die Kosten dieser Isolation waren bei meinem Haus ca.
600.- EUR und 2 Tage Arbeit.

Eine Wärmebildaufnahme danach zeigt die relativ gute Dämmung der Wände

Thermografie1 Thermografie2

Ich hab dann im anschließenden Winter ganz stark gemerkt wie sich diese Außenwand-Dämmung auf
das Heizen auswirkt. Der 25 kW Allesbrenner-Kessel war nun zu stark für meine 100 m² Wohnfläche
und das Thema wird dann unter dem Menüpunkt Wohnraumheizung beschrieben.

Ein weiterer Punkt für eine gute Dämmung sind natürlich die Fenster. Mein Haus hatte die bekannten
Kastenfenster aber leider waren sie schon so schlecht und undicht sodaß sich bei Wind die Vorhänge
bewegten. Zu der Zeit als sie getauscht werden mußten waren meine Mittel sehr bescheiden und so

wurden die billigsten Kunststoffenster eingebaut. Man sieht auf der Wärmebildaufnahme daß die
Dämmung der Glasscheiben nicht so schlecht ist aber der Fensterrahmen könnte etwas besser
sein.