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Nutzung von Sonnenstrom  

In Österreich liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei rund
1.100 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

Seit nun 40 Jahren werden aus Siliziumscheiben Photovoltaik-Module
hergestellt die Sonnenstrahlen direkt in elektrischen Strom umwandeln.

Der Wirkungsgrad der Siliziumzellen liegt etwa bei 14 - 16 % und so
braucht ein Einfamilienhaushalt bei uns etwa 28 m² Kollektorfläche
um einen Jahresverbrauch von 3500 kWh abzudecken.
Für die Anschaffung gibt es nicht zurückzahlbare Landes- und Gemeinde-
förderungen.

drehanlage1Wer seine PV-Module allerdings mit einer
Drehanlage der Sonne nachführt der darf
mit 30% mehr Ertrag rechnen und braucht
deshalb eine kleinere Anlage.

Da sich Strom nur mit Verlusten speichern
lässt ist es meist wirtschaftlicher den
überschüssigen Strom ins öffentliche Netzt
einzuspeisen und in der Nacht und bei starker
Bewölkung wird der Strom wieder aus dem
Netz verwendet.





Da in den letzten Jahren stark an besserer Akkutechnik geforscht wird besteht
Hoffnung, daß bald kostengünstig der überschüssige Strom vom Sommer im
Haus gespeichert und für die sonnenarmen Tage im Winter verwendet werden
kann.
Besonders dazu eignen dürfte sich die Redox-Flow-Zelle da hier die Energie
in einer Flüssigkeit gespeichert wird die lange lagerfähig ist ohne nenneswerte
Energieverluste.

Ich betreibe seit 2 Jahren ein Experiment und habe mein Haus auf Inselstrom-
versorgung umgestellt um heraus zu finden wie weit ich die Stromversorgung
selbst bereitgestellt werden kann und wann ich auf's öffentliche Netz zurück
greifen muß.

Die Anlage hat folgende Ausstattung:

* Gesamtleistung der PV-Module ca. 1,7 kWp davon 350W der Sonne nachgeführt.
* Windrad mit 3,8m² Winderntefläche und rund 300W Leistung.
* Kapazität des Blei-Akkus 48V 500Ah (24kWh davon 12kWh nutzbar)
* 3 KW Inselwechselrichter mit eingebautem MPPT Laderegler.

insel-schema-aggregat1

So weit ich bis jetzt gesehen habe lässt sich damit die Stromversorgung
von Anfang März bis  Oktober zu 100% mit dieser Anlage bereit stellen.

Nun habe ich für die Monate November bis Februar ein Stromaggregat zusammengebaut
um die 48V Akkus bei Bedarf direkt zu laden.
Der Motor ist auf Propangas umgebaut und kann auch mit Biogas betrieben werden damit
der Betrieb etwas günstiger und sauberer wird.

3 Stunden laden mit dem Aggregat bringt 3 kWh in die Akkus und das reicht ca. für
einen Tag.
Da die PV-Anlage aber auch an düsteren Tagen etwas Strom liefert oder etwas Wind
geht brauchen nicht jeden Tag die ganzen 3 kW geladen werden.